Schloss Marihn

von Liebling Mecklenburg , 5. März 2016 , Mecklenburgische Seenplatte

Wer sich im geschichtsträchtigen Schloss Marihn einquartiert, der kann eine Reise in längst vergangene Epochen unternehmen, ohne dabei jedoch auf modernen Komfort verzichten zu müssen. Im Jahr 2015 übernahm das Ehepaar Zobel das Schlosshotel am Rande des Müritz Nationalparks, das nach aufwändigen Sanierungsarbeiten seit 2007 als Gästehaus dient. Sieben hochwertige Suiten und Doppelzimmer befinden sich in dem 1890 von Schinkel-Schüler Wilhelm Buttel erbauten Herrenhaus – stuckverziert, mit französischen Stoffen und Tapeten und erlesenen antiken Möbeln ausgestattet. Jedes der eleganten Zimmer ist individuell gestaltet und hat Blick auf die alten Bäume des weitläufigen Parks, der das Schloss umgibt. Auch der ca. 60.000 m² große Park ist ein perfektes Idyll, in dem sich wunderbar entspannen und flanieren lässt. Mit seinen unzähligen Rosenbeeten war er 2009 sogar Außenstelle der Bundesgartenschau in Schwerin. Vor allem für Urlauber, die Ruhe und Entspannung suchen, ist das malerisch liegende Schloss Marihn ein Refugium, um die Seele baumeln zu lassen. Die malerische Landschaft der mecklenburgischen Seenplatte lässt sich von hier aus wunderbar mit dem Fahrrad erkunden und auch für Angler, Schwimmer und Kanuten hat die Umgebung viel Abwechslung zu bieten. Sowohl Waren, als auch Neubrandenburg und Neustrelitz sind nur etwa 25 Kilometer entfernt.

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Frau Zobel, Sie haben das Schlosshotel 2015 übernommen. Sie leben selbst in Süddeutschland. Wie sind Sie und das Schloss in Mecklenburg zusammengekommen?

Während unserer Urlaube in Mecklenburg haben wir gerne mit Freunden aus Bremen die leicht hügelige Landschaft mit dem Rad erkundet – bei jedem Wetter. Dabei haben wir sehr gerne die vielen Gutshäuser der Umgebung „erradelt”, so z.B. Varchentin, Ivenack oder Mallin. Mein Mann und ich haben immer mit einem Gutshaus in Mecklenburg geliebäugelt, gleichzeitig war uns aber klar, dass der Erwerb eines Gutshauses und der damit verbundene Renovierungsaufwand sich nicht mit unserem Wohnsitz in Süddeutschland vereinbaren lässt. Während unserer Aufenthalte im Schloss Marihn haben wir uns mit den damaligen Eigentümern lose angefreundet. Als diese dann das Schloss verkaufen wollten, haben sie es uns angeboten. Nun fiel uns die Wahl nicht mehr schwer – wir kannten das Objekt sehr gut und es war auch traumhaft saniert. Einige Verbesserungen blieben noch für uns, aber die haben wir jetzt bis zur Neueröffnung 2016 abgeschlossen. Für uns ist das Objekt so vertraut, als ob wir es schon seit Jahrzehnten kennen.

Sie haben das Schloss Marihn nach den mehrmonatigen Renovierungsarbeiten jüngst wiedereröffnet. Was war Ihnen bei der Gestaltung wichtig?

Ich wollte ein Hotel für Individualisten eröffnen, in das Gäste gerne wiederkommen – keine „0815“-Unterkunft, sondern individuell, gemütlich, persönlich und auf hohem Niveau. Neben den geräumigen Suiten stehen den Gästen mehrere Gesellschaftsräume im Erdgeschoss zur Verfügung, so die Schlossküche, die Bibliothek mit offenem Kamin, der Luisen-Salon und der Grüne Salon. Dadurch entsteht ein sehr großzügiges Wohngefühl. Wir hoffen, dass die Gäste daher nicht nur wie früher für zwei Nächte auf der Durchreise verweilen, sondern auch einmal einen längeren, gezielten Aufenthalt buchen.

Welche Gäste möchten Sie ansprechen?

Unser Hotel bietet vor allem Ruhe und Entspannung – keine Hektik, keine Events. Diese sind aber nicht weit. Es gibt die Möglichkeit zu vielerlei Aktivitäten in der Umgebung – sportlicher oder kultureller Natur, wie z.B. die Mecklenburger Festspiele. Die Festspiele – das Programm liegt in unserem Hotel auch für kurzfristige Buchungen aus – laden zu mehr als 100 anspruchsvollen Veranstaltungen in unterschiedlichen Spielstätten, wie z.B. Kirchen, Scheunen, Parks und Gärten, ein und verleihen den Konzerten ein besonderes Ambiente. Einige dieser Spielstätten sind in unmittelbarer Entfernung zum Schlosshotel Marihn. Sehr bekannt sind unter anderem die Spielstätte in Ullrichshusen, in Neustrelitz und in Neubrandenburg.

Auch der Garten ist sehr beeindruckend. Was ist das Besondere an der Anlage?

Der Park ist 60.000 m² groß und es gibt tausende David Austin Rosen, die der Vorbesitzer für die Bundesgartenschau in Schwerin 2009 im Park gepflanzt hat. Als wir das Schloss und den Park 2015 übernommen haben, stellte die Pflege des Parks und insbesondere die Pflege der Rosen eine besondere Herausforderung dar. Da „schickte uns der Himmel” eine Gärtnerin, die Heimweh hatte und deren Weg sie nach vielen Jahren in Oldenburg wieder zurück nach Marihn führte. Ihr Fachwissen und Können wird nun in der Schlossanlage Marihn gut gebraucht. Noch wissen wir nicht, wie viele unterschiedliche Sorten Rosen im Park blühen. Wir haben aber eine passionierte David Austin Rosenspezialistin kennengelernt, die mit Schülern ein Projekt in Marihn machen möchte und all die Rosen wieder benennen und kennzeichnen möchte.

Verraten Sie uns einen Ihrer Lieblingsplätze?

Der weitläufige Park ist ein herrlicher Ort für Ruhesuchende, um spazieren zu gehen und zu entspannen. Auf einer der zahlreichen gemütlichen Bänke kann man wunderbar die Rosenbeete überblicken und den Blick über den Teich in die Felder und die Weite der Mecklenburger Landschaft schweifen lassen.

Ihr Tipp für den Mecklenburg-Vorpommern-Urlaub?

Keine Wünsche an das Wetter stellen! Bei Sonnenschein die Natur genießen, Radfahren, Wandern etc., bei schlechtem Wetter in der Bibliothek am Kamin ein gutes Buch lesen.

Fotos: Cyrus Saedi
Interview: Katrin Gewecke

Kontakt:
Schloss Marihn
Michaela Zobel
Vor Ort: Silke Hagenow (Hotelmanagement)
Flotower Straße 1
17217 Penzlin / OT Marihn

Mehr Informationen unter: www.schlosshotel-marihn.de

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