Haffhaus

von Liebling Mecklenburg , 24. März 2019 , Vorpommern

Das Stettiner Haff nah der polnischen Grenze gehört immer noch zu den eher unbekannten Regionen an der Ostseeküste. Dabei bietet es, reich an ursprünglicher Natur, urtümlichen Landschaften und weiten Küsten, alles was ein erholsamer Urlaub braucht. Die perfekte Unterbringung dafür bietet das Haffhaus. Das liebevoll renovierte Ferienhaus steht in Alleinlage zwischen Feldern und Wäldern zwischen den kleinen Örtchen Luckow und Ahlbeck. Kai und Ines Stemkowitz haben das 130m² große ehemalige Bauernhaus über Jahre saniert und hochwertig mit viel Geschmack und durchdachten Details hergerichtet. So gut wie alles haben sie hier selbst gemacht und dabei viel Geschick und Geduld mitbringen müssen, um den alten Charme des Hauses wiederherstellen. Mit drei Schlafzimmern, einem Wohn- und Esszimmer, einer voll ausgestatteten Küche, einem Voll- sowie einem Gästebad bietet das Haffhaus Platz für bis zu sechs Personen. Der großzügige Garten mit alten Obstbäumen kann im Sommer ausgiebig zum Faulenzen genutzt werden. Im Herbst und Winter lässt sich von hier aus das vorbeiziehende Wild beobachten. Für kalte Wintertage gibt es im Innern einen kuscheligen Kamin und draußen eine Feuerstelle sowie einen Saunawagen zum Entspannen. Wer möchte, der kann mit den Leihrädern des Hauses die Umgebung erkunden, den Naturpark erwandern oder sich zu den Naturstränden am Haff, in das Strandbad nach Ueckermünde oder für einen Tagesausflug in die Kaiserbäder auf Usedom aufmachen. Ein absoluter Geheimtipp für Naturliebhaber und Menschen, die dem Großstadttreiben für eine Weile entfliehen wollen.

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Frau Stemkowitz, wie haben Sie und das Haus zusammengefunden?

Nach erfolgloser Suche nach einem erschwinglichen Grundstück mit Häuschen in Brandenburg haben wir, mein Mann Kai und ich – beide im öffentlichen Dienst tätig und überhaupt keine Ahnung von der Vermietung von Ferienhäusern – angefangen, auch in Mecklenburg-Vorpommern nach Häusern zu suchen. Beide lieben wir die Natur, die Weite und das Wasser! Durch ein Inserat sind wir im Spätsommer 2011 auf den Dreiseitenhof am Stettiner Haff gestoßen. Als wir zur ersten Besichtigung durch den Ort fuhren und über den Schotterweg auf das Grundstück gelangten, wussten wir sofort: Das ist u n s e r Haus! Wir hatten zu der Zeit nicht im Ansatz den Gedanken, daraus ein Ferienhaus zu machen – so marode und abgenutzt war der Zustand. Nachdem der Verkäufer ausgezogen war und die Mieter des Bauernhauses aus beruflichen Gründen in einen Nachbarort ziehen mussten, überlegten wir, was man mit dem Haus anstellen könnte: Abriss oder Sanierung? Wie man heute sieht, haben wir uns für den Erhalt des Hauses entschieden…

Was wissen Sie über die Geschichte des Hauses?

Das Haus wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut und von Bauern und dessen Familien genutzt. Ringsherum wurden Felder bestellt und Tierzucht betrieben. Der Verkäufer berichtete uns, dass einige Zeit auch der Sohn des Schriftstellers Erwin Strittmatter hier gelebt hat. Einmal bekamen wir mitten im ganzen Umbauchaos unangemeldeten Besuch: Ein alter Mann stand mit seiner Enkelin und einer Videokamera auf unserem Grundstück und erzählte uns, dass er als kleiner Junge hier aufgewachsen sei, unser Haus also sein Elternhaus war. Er berichtete von seinem kleinen Knechtzimmer, das heute eines der drei Schlafzimmer (mit alten Holzbetten und Boxsack) ist, vom Kartoffelkeller und dass es im Haus keinen Wasseranschluss gab. Er war sichtlich beeindruckt von unserem Vorhaben, das Haus wieder in einen bewohnbaren Zustand zu bringen. Da stand für uns fest, dass wir den Charme des alten Hauses erhalten müssen.

Wie gestaltete sich die Sanierung?

Der Urspungszustand des Hauses war fürchterlich; im alten DDR-Schick, rissige, kaputte Wände mit Holz verkleidet und alles war nur sehr notdürftig repariert. Über zwei Jahre lang haben wir jedes Wochenende, jeden Urlaub und jede freie Minute in das Haus gesteckt und nach dem Abreißen und Entkernen nicht mehr daran geglaubt, es jemals fertig zu kriegen. Beim Entfernen der alten OSB-Platten fanden wir wunderschöne alte Dielenfußböden, die wir unbedingt wiederverwenden wollten. Auch den alten Kachelofen mit alter Ofenklappe konnten wir erhalten, ebenso einen alten Heizkörper. Im kleinen Bad hängt heute ein alter Spiegel vom Dachboden und Reste alter Wandtapeten sind als Ausschnitte im Flur und Wohnzimmer zu sehen.

Was war Ihnen bei der Gestaltung des Hauses wichtig und für wen eignet sich das Ferienhaus?

Erste Ideen, das Haus als Ferienobjekt zu vermieten, kamen bei der Fertigstellung auf. Wir wollten ein Gästehaus schaffen, in dem man sich vom ersten Tag an wie Zuhause fühlt, ab dem ersten Tag seinen Urlaub genießen kann und es an nichts fehlt. So haben wir es auch ausgestattet. Wir genießen gern selbst die Ruhe hier, die unberührte Natur des Stettiner Haffes und die hilfsbereiten Menschen. Wer das ebenso liebt wie wir, der ist hier genau richtig und kann morgens im Garten frühstücken und dabei Rehe, Hasen, Adler und Kraniche beobachten.

Ihr Tipp für den Mecklenburg-Urlaub?

Unsere Dorfschenke „Zum Seegrund“, der Jäger, die Eierfrau auf dem Weg nach Ueckermünde, das Cafe „Klönstuw“ in Rieth und der saxophonspielende Fischer – denn das alles ist auch Teil unseres Lebens hier am Stettiner Haff geworden. Außerdem gibt hier viel unberührte Natur… Naturstrände, eine tolle Flora und Fauna und viele herrliche Wanderwege (z.B. den Dünenwanderweg).

Interview: Katrin Gewecke
Fotos: Kai Stemkowitz

Kontakt:
Haffhaus
Kai und Ines Stemkowitz
Ausbauten 4
17375 Ahlbeck

Mehr Informationen unter: www.traumhaffhaus.de

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