Gutsscheune Thorstorf

von Liebling Mecklenburg , 2. Februar 2014 , Mecklenburger Ostseeküste

„Natürlich Ostseeurlaub erleben“ lautet das Motto der Gutsscheune Thorstorf in der Nähe der Wohlenberger Wiek an der Mecklenburgischen Ostseeküste. In der alten Dreiständerscheune vermieten Anita Wildner und Stefan Nerstheimer seit 2008 drei individuelle gestaltete Ferienapartments. In den 1920iger Jahren erbaut, gehörte die Scheune einst zum Gut Thorstorf und wurde ursprünglich zur Kornlagerung genutzt. In den 1950iger Jahren wurde sie als Wohnscheune umgebaut und 2002 von Stefan Nerstheimer gekauft und schrittweise restauriert. Die Ferienwohnungen im vorderen Teil der Scheune sind für Selbstversorger ausgestattet und mit viel Holz und Naturfarben eingerichtet. Aufgearbeitete alte Holzbalken, Dielenfußböden und eine helle Möblierung geben den Wohnungen eine warme und gemütliche Atmosphäre. Platz zum Entspannen bieten auch das 5000 m² große Grundstück mit alten Obstbäumen und Feuerstelle und die 400 m² große Scheune mit Holzbohlenfußboden und Dreiständerwerk, in der man in der Morgensonne bei offenem Scheunentor frühstücken oder abends beim Sonnenuntergang die Seele baumeln lassen kann. Der Hof in Alleinlage ist nicht nur ein perfekter Ort, um auszuspannen, Kraft zu tanken und die Zeit zu vergessen, auch für den Urlaub mit Kindern hält die Gutsscheune alles Notwendige bereit. Wer die Umgebung mit dem Rad erkunden möchte, dem stehen hauseigene Fahrräder zur Verfügung. Der kleine Ort Thorstorf liegt abseits von Hektik und Trubel umgeben von Feldern, Wiesen und Wald in Nordwestmecklenburg. In unmittelbarer Nähe zum Ostseestrand, zwischen Lübeck, dem Ostseebad Boltenhagen und der Hansestadt Wismar bietet die Region alles für Familien, Freizeitsportler, Kulturinteressierte und Naturliebhaber.

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Herr Nerstheimer, wie haben Sie die Gutsscheune gefunden?

Ich habe eine Vorliebe für alte Gemäuer, Gutshäuser und Bauernhäuser und ich liebe die Natur im Klützer Winkel. Wenn ich alte Häuser sehe, beginne ich mit meiner Lebenspartnerin sofort über eine sinnvolle Erhaltung der Gebäude nachzudenken. Mir tut es in der Seele weh, wenn Gebäude abgerissen werden und stattdessen Fertigteilhäuser zum Teil in wenigen Wochen bezugsfertig sind. In der heutigen Zeit ist der schnelle Profit oft wichtiger als die Erhaltung historischer Gebäude. Wir betrachten uns als Teil derer, die einen Beitrag zum Erhalt leisten und nach unseren Möglichkeiten eine ökologische Sanierung anstreben.

In welchem Zustand war die Scheune damals und wie gestaltete sich die Sanierung?

Die Scheune war in einem sehr schlechten Zustand: Wasser im Keller, Löcher im Dach… ohne unsere hohe Eigenleistung wäre eine Sanierung gar nicht umsetzbar gewesen. Aber die Neugier auf dieses Abenteuer war größer. Da ist es gut, wenn man noch Träume hat und eher wenig Erfahrung mitbringt. Es gab aber Zeiten, in denen ich kaum ansprechbar war. Nach der Teilsanierung wollte ich erst einmal nie wieder ein altes Haus sanieren! Aber zum Glück vergisst man schnell und dann geht es wieder weiter. Und letztlich geht es uns doch sehr gut in unserem Land und die Probleme und Sorgen, die wir manchmal sehen, sind doch vergleichsweise lächerlich.

Was bedeutet Ihnen Nachhaltigkeit und wie spiegelt sich dies in Ihrem Konzept wieder?

Die Nachhaltigkeit spiegelt sich bei der gesamten Instandhaltung des Gebäudes und der Verbesserung der Einrichtung wider. Wichtig war mir aber z.B. auch, mehr Strom zu erzeugen als verbraucht wird und somit einen weiteren ökologischen Beitrag zu leisten. Es gibt in diesem Bereich noch viele Investitionsmöglichkeiten, die zu überdenken sind. Es soll aber ein Neben-Projekt bleiben, das neben meinem Beruf einen Mehrwert in der Region schafft.

Was macht Ihr Haus zu einem besonderen Urlaubsort?

Die einzigartige Holzkonstruktion der Scheune hat einen echten Seltenheitswert, die Ferienwohnungen im vorderen Trakt sind wunderbare Rückzugsmöglichkeiten und für den gemeinsamen Aufenthalt auch bei schlechtem Wetter gibt es den Scheunenanteil auf etwa 400 m² Holzfußboden. Der Ort hat mich auch zur Idee des sagenhaften und geheimnissvollen Gnulf von Thorstorf inspiriert, einem Fabelwesen, dessen Geschichte ich den Gästen gern an unserem Lagerfeuer erzähle.

Ihr Tipp für den Mecklenburg-Vorpommern-Urlaub?

Ich kenne viele tolle Orte in Mecklenburg-Vorpommern. Ich lebe schon über 35 Jahre hier, bin noch nie mit dem Flugzeug ins Ausland geflogen, habe keine Tageszeitung und keinen Fernsehanschluss in unserem Haus. Ich lebe, wo andere Urlaub machen und ich bin immer wieder aufs Neue überrascht, was es in Mecklenburg-Vorpommern alles zu entdecken gibt. Man sollte die Menschen hier nehmen, wie sie sind. Die meisten freuen sich, einfach mal zu plauschen und eine schöne Tasse Kaffee oder Tee zu trinken. Es ist hier nicht wichtig, welche Stellung man im Leben hat. Hier zählt der Mensch, der vor einem steht. Zurück zum Ursprung, die Zeit vergessen und sich auf sich selbst besinnen… diese Dinge haben hier mehr Gewicht. Ich empfehle, es im Urlaub bei uns einfach ruhig angehen zu lassen, dem Hamsterrad des Alltags mal etwas zu entfliehen und unbedingt mehrere Orte zu besuchen. Nichts ist so wichtig wie die Gesundheit und das Leben hier und jetzt – diese natürliche Erholung lässt sich auch hier in der Gutsscheune spüren.

Fotos: Stefan Nerstheimer
Interview: Katrin Gewecke

Kontakt:
Gutsscheune Thorstorf
Anita Wildner und Stefan Nerstheimer
Pappelweg 7
23936 Thorstorf

Mehr Informationen unter: http://www.gutsscheune-thorstorf.de

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