TENZO Landgasthof

von Liebling Mecklenburg , 1. Dezember 2013 , Mecklenburgische Seenplatte

„Essen und Schlafen wie bei guten Freunden“ ist die Philosophie des Gasthofes und Restaurants TENZO in Triepkendorf in der Feldberger Seenlandschaft. Der Name ist ursprünglich im Japanischen beheimatet und von den Gastgebern von einer ihrer Reisen durch Asien mitgebracht worden. Gemeinsam mit heimischen Bauleuten haben Katarina Hering und Marcus Sapion die ehemalige Dorfschule Triepkendorf in mühevoller Handarbeit zum heutigen Landgasthof umgebaut. Seit Sommer 2009 ist er für Gäste geöffnet. Zum Übernachten und Verweilen stehen den Gästen insgesamt zwölf Betten in individuell gestalteten Doppelzimmern und Mehrbettwohnungen zur Verfügung, ebenso wie eine hauseigene Sauna. Wer mehr als das im Zimmerpreis enthaltene Frühstück kosten möchte, der kann sich im traditionell in Lehmbauweise eingerich- teten Gastraum oder bei schönem Wetter im großen Garten mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen. In der Küche des Hauses werden von Marcus Sapion frische und überwiegend ökologische Produkte aus der Region zu kreativen Gerich- ten verarbeitet. Triepkendorf liegt abseits der Großstadthektik im südlichen Mecklenburg-Vorpommern, gleich angrenzend an das nördliche Brandenburg. Die Feldberger Seenlandschaft zählt zu den seenreichsten und am dünnsten besiedelten Gegenden Europas. Unzählige klare Seen, Wälder und Naturparks und das große Radwegenetz laden zu Entdeckungstouren in die Umgebung ein und auch die Ostseeküste und die Müritz bieten sich für einen Tagesausflug an.

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Frau Hering, wie und wann sind Sie in Triepkendorf gelandet?

Wir sind im Herbst 2007 nach Triepkendorf gezogen. Nach nur dreimonatiger Suche fanden wir dieses Objekt und entschieden uns schnell dafür. Anfangs suchten wir noch in allen Richtungen des Berliner Umlandes. Doch dann entschieden wir uns für Mecklenburg, wo es uns am besten gefiel.

Was wissen Sie über die Geschichte des Hauses?

Um 1890 wurde das rote Backsteinhaus als Dorfschule für Triepkendorf und die umliegenden Dörfer gebaut. Als die Schule zu klein wurde, baute man Anfang der 1950er Jahre das zweite Haus, welches heute das Restaurant beherbergt. Da immer mehr Kinder dazukamen, wurde es eine polytechnische Oberschule. Bis etwa 1997 wurde die Schule mit allen Nebengebäuden als Grundschule genutzt und die höheren Klassen gingen nach Feldberg. Nach Schließung der Schule wurde das Gebäude von der Gemeinde vielseitig genutzt. Anschließend ging das Haus in privaten Besitz über, bis wir es dann erwarben.

Sie haben für Ihren Gasthof den Namen TENZO gewählt. Woher kommt der Name und was verbirgt sich dahinter?

TENZO kommt aus dem Japanischen und ist der Name für den Koch in einem buddhistischen Kloster oder einer Laiengemeinschaft. Er ist für das leibliche, aber auch umfassende Wohl der Mönche verantwortlich. Marcus und auch ich haben in Japan, Deutschland und Polen als Tenzo gearbeitet. Man lernt sehr viel über das Kochen, darüber hinaus über das Leben, Verantwortung, Selbstvertrauen, Grenzen, Gemeinschaft – eben über sich selbst, wenn man in einem Kloster Tenzo ist. Diesen Geist wollen wir hier auch lebendig werden lassen.

Sie führen im Haus ein Restaurant und bieten auch Kochkurse an. Worauf legen Sie in Ihrer Küche wert?

Unsere Küche basiert auf all unseren Erfahrungen – beide ca. 30 Jahre in den verschiedensten Küchen und Kochweisen. Meine Erfahrungen beziehen sich mehr auf das vegetarische Kochen, Marcus` auf alle Richtungen. Das Wichtigste ist die Liebe zu der Tätigkeit, das Zweitwichtigste sind die Produkte. Wenn man hochwertige, d.h. ökologisch angebaute und nachhaltig produzierte Lebensmittel kauft, selber anbaut oder sammelt und sie mit Kreativität und Experimentierlust zu leckeren Gerichten umwandelt, kann eigentlich nichts schiefgehen. Selbstverständlich kann man dann keine chemisch behandelten oder sogenannte Convenience Produkte verwenden. Selbst unsere Gewürzmischungen stellen wir selbst her. In erster Linie suchen wir alles Gute, was es in unserer Region gibt. Doch wir machen gerne auch Ausflüge in Küchen anderer Kulturen, z.B. Asien, Nordafrika oder Südeuropa. Diese Art zu kochen findet sich natürlich auch in den Kochkursen wieder.

Was macht den Gasthof TENZO zu einem besonderen Urlaubsort?

Das können eigentlich nur unsere Gäste selber sagen. Für uns ist der TENZO Gasthof der Ort, wo wir gerne leben und arbeiten.

Ihr Tipp für den Mecklenburg-Vorpommern-Urlaub?

Mecklenburg hat viele schöne Seiten für alle, die sich an der Natur, der Weite und der Möglichkeit Ruhe zu finden, erfreuen. Kultur gibt es natürlich auch. Ich liebe am meisten das Schwimmen in den klaren Seen und Wandern und Rad fahren auf endlosen Wegen durch Wälder und Wiesen. Auch Bootsexkursionen sind sehr beliebt und natürlich vielerlei verschiedene Tierbeobachtungen. Es gibt hier bei uns noch mehr authentische Umgebungen als z.B. in den alten Bundesländern. Wir hoffen, dass das noch lange so bleibt und auch von der Politik beachtet wird.

Fotos: Katarina Hering
Interview: Katrin Gewecke

Kontakt:
TENZO Gasthof und Restaurant
Katarina Hering und Marcus Sapion
Alter Schulweg 2-4
OT Triepkendorf
17258 Feldberger Seenlandschaft

Mehr Informationen unter: http://www.tenzo-gasthof.de/

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